Nach vielen Tagen unendlich schwueler Hitze hat es vor ein paar Tagen erstmals wieder Regen gegeben. Angekündigt wurde er von riesigen, dunklen Wolkentürmen aus denen die Blitze beinah um die Wette empor schossen. Der ganze Himmel wurde regelmäßig davon erleuchtet. Dazu kam ein Donnergrollen von einer ohrenbetäubenden Lautstärke, das gar kein Ende zu nehmen schien.
Total begeistert von diesem Naturschauspiel liefen Alex und ich auf die Dachterrasse um den Naturgewalten so nah wie möglich zu sein. Das Licht kurz vor dem Regen war atemberaubend! Es störte uns nicht, als die ersten Tropfen fielen. Schon nach kurzer Zeit verwandelte sich der Regen in einen wahren Sturzbach. Die Luft roch fantastisch frisch und es war fast so, als könnte man die Energie der Blitze, des Donners und der Regentropfen auf der Haut fühlen, die Luft vibrierte… Wie kleine Kinder begannen wir wild am Dach herum zu hüpfen und uns im Takt der Natur und unseres Lachens zu bewegen. Die plötzliche Kühle und Reinheit der Luft tat uns gut. Schon nach Sekunden waren wir bis auf die Unterwäsche durchnässt. Und wegen des starken Windes der aufgekommen war, beschlossen wir, doch wieder hinab ins Trockene zu gehen.
Der Regen verursachte stundenlange Stromausfälle, weswegen wir den restlichen Abend gemeinsam vor unseren Zimmern saßen und im Schein der Kerzen, die wir rund um uns aufgestellt hatten, das Schauspiel auf uns wirken ließen. Es wurde noch ein toller Abend mit vielen guten Gesprächen. Als spät nachts der Regen weiterzog beschlossen wir, dass es auch für uns nun an der Zeit sei ins Bett zu gehen.
| Das Licht Sekunden vor dem Regen (unbearbeitet!) |